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IG querfeldNein lud Gemeinden zur Diskussion ein

Sie wolle «den Horizont zu öffnen und mithelfen, kreative Visionen zu entwickeln»: Dieses Versprechen, das die IG querfeldNein vor gut einem Jahr an ihrer kleinen Feier zur Streichung der Talstrasse aus dem kantonalen Strassenbauprogramm machte, hat die Kerngruppe nun eingelöst. Sie lud am Montag, 25. Januar, Vertretungen der Gemeinden Hochdorf, Eschenbach, Ballwil und Hitzkirch sowie der Idee Seetal zu einem Workshop ein, an dem es darum ging, sich über Trends in der Mobilität zu informieren und neue Ideen dazu zu diskutieren. Den Workshop im Brauistübli Hochdorf leitete Martin Wälti, Raum- und Verkehrsplaner aus Burgdorf. Wälti hatte schon am «Forum Politik» der Idee Seetal im März 2015 zu diesem Thema referiert. Grundlage des Workshops bildete der Verkehrsbericht der Gemeinde Hochdorf, der Mitte Januar veröffentlicht wurde. Medien waren zu dem Anlass nicht eingeladen.

Vorhandenen Strassenraum besser nutzen
Die Diskussion im kleinen Kreis – anwesend waren nebst Martin Wälti und den vier Kerngruppenmitgliedern (*) sechs Gemeinderätinnen und -räte – verlief sehr konstruktiv. Für die IG querfeldNein ist jedoch klar: Einfach mit mehr Strassenbau auf die Verkehrsprobleme zu reagieren, ist nicht die alleinige Lösung und nicht mehr zeitgemäss. Das zeigt auch der Verkehrsbericht. Für die IG geht es vorab darum, den vorhandenen Strassenraum besser zu nutzen, statt mit neuen Strassen noch mehr Verkehr zu erzeugen. Der Verkehrsbericht bestärkt sie darin: Eine der dort aufgelisteten Strategien zielt auf verändertes Mobilitätsverhalten wie Fahrgemeinschaften, Hauslieferdienste und Veloförderung in den Dörfern. Die Verfasser empfehlen sogar, diese in erster Priorität anzugehen. Solche organisatorischen Massnahmen werden in naher Zukunft zum Trend, ist die IG querfeldNein überzeugt. Es braucht dazu aber eine Initialzündung in Form eines Kick-offs.

Der Ball liegt jetzt bei den Gemeinden. Wenn man das Zentrum von Hochdorf entlasten wolle, braucht es eine Kombination von Massnahmen und vor allem kein gegenseitiges Ausspielen der verschiedenen Strategien. Wichtig ist auch, dass die Gemeinden zusammenarbeiten – unbesehen des Hochdorfer Verkehrsberichts. Dieser Wille kam am Workshop vom 25. Januar deutlich zum Ausdruck. Martin Wälti kündigte zudem den Versuch an, eine überregionale Plattform von Gemeinden und Regionen zu bilden, die mit den gleichen Mobilitätsproblemen zu kämpfen haben wie das Seetal. Dessen Vertreterinnen und Vertreter zeigten sich am Workshop-Abend interessiert, hier mitzumachen.

Mitwirkungsmöglichkeit nutzen
Die IG querfeldNein bleibt an dem Thema dran und stellt ihre eigene Plattform und ihr Mitdenken den Gemeinden zur Verfügung. Den nächsten Schritt sieht sie jedoch bei diesen. Sie fordert ihre Sympathisanten auf, die vom Gemeinderat Hochdorf angekündigte Mitwirkungsmöglichkeit am Verkehrsbericht rege zu nutzen.

(*) Klaus Helfenstein, Hans Bächler, Lucius Kaufmann, Dominik Thali

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