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Kommission kippt Talstrasse – IG querfeldNein sieht sich bestätigt

Die Kommission Verkehr und Bau (VBK) des Kantonsrats beantragt dem Parlament einstimmig, auf die geplante Talstrasse Seetal zu verzichten. Die aktuelle Linienführung sei «nicht mehrheitsfähig», teilt die VBK mit. Der Entscheid erfüllt die IG querfeldNein mit Genugtuung; sie wertet ihn als Erfolg ihres Widerstands. Offensichtlich ist die VBK unserer Argumentation gefolgt und unterstützt unsere Forderung, die Verkehrsprobleme mit anderen Mitteln auf den bestehenden Achsen zu lösen – ökologischer und ökonomischer, indem dem öffentlichen Verkehr der Vorrang gegeben wird und Engpässe beseitigt werden. Die VBK setzt sich also letztlich wie die IG querfeldNein für eine vernünftige Verkehrlösung im Seetal ein. Wir sind überzeugt, dass auch die grosse Unterschriftenzahl Eindruck gemacht hat.

Bestehende Achse optimieren
Die VBK ist die voberatende Kommission des Kantonsparlaments für das Strassenbau-Mehrjahresprogramms 2015 bis 2018. Den endgültigen Entscheid fällt das Parlament voraussichtlich an seiner Novembersession (3.-5. November). Im Wortlaut heisst es in der Medienmitteilung: «Weil die aktuelle Linienführung für die Talstrasse im Seetal nicht mehrheitsfähig ist, beantragt die Kommission einstimmig, das bestehende Projekt zu streichen und im Gegenzug Planungsmittel für eine Optimierung entlang der bestehenden Achse einzustellen. Dabei soll gleichzeitig der Projektperimeter bis nach Inwil ausgeweitet werden.»

Verantwortungslose Scheinlösung
Für die IG querfeldNein versprach das Talstrassenprojekt schon immer eine Scheinlösung, das den Verkehrknoten nicht gelöst, sondern bestenfalls verlagert hätte. Die geplante Strasse hätte nie die von den Befürwortern erwartete Verkehrsentlastung in den Dörfern gebracht, weil der grosse Anteil Ziel- und Quellverkehr ausgeklammert wurde. Der Ost-West-Verkehr in Hochdorf würde nicht auf die Talstrasse umgelagert und Eschenbach bei einer Lösung ohne Tunnel vollends unter die Räder geraten. Hinzu kommt, dass eine Verkehrslösung, die auf einem Neubau quer durch ein Landwirtschafts- und Erholungsgebiet führt, schlicht nicht mehr zeitgemäss ist und nachfolgenden Generationen gegenüber als verantwortungslos bezeichnet werden muss.
Die IG querfeldNein bleibt weiter aktiv und bietet an, an einer Verkehrlösung für das Seetal mitzuarbeiten, die den Bedürfnissen von Mensch und Natur Rechnung trägt und die Prioritäten entsprechend setzt. Sie ist sich allerdings bewusst, dass eine solche Lösung schwierig zu finden ist und wesentlich auch darin bestehen muss, die motorisierte Verkehrmenge zu verhindern. Dies ist für Viele unbequem.
Unseren Mitgliedern und Sympathisanten danken wir herzlich für die bisherige Unterstützung. Definitiv gestrichen ist das Talstrassenprojekt erst, wenn das Parlament den Antrag der VBK unterstützt. Im persönlichen Kontakt mit Kantonsratsmitgliedern und mit Leserbriefen können Sie unsere Sache weiter unterstützen.

Mitglieder der Kommission Bau und Verkehr (VBK) sind folgende Kantonsrätinnen und -räte:

  • Markus Odermatt, CVP, Ballwil, Präsident
  • Guido Bucher, FDP, Flühli
  • Marcel Budmiger, SP, Luzern
  • Josef Dissler, CVP, Wolhusen
  • Guido Durrer, FDP, Luzern
  • Heidi Frey-Neuenschwander, CVP, Sempach
  • Daniel Keller, SVP, Udligenswil
  • Erich Leuenberger, FDP, Nebikon
  • Pius Müller, SVP, Ruswil
  • Samuel Odermatt, GLP, Sursee
  • Marcel Omlin, SVP, Rothenburg
  • Stefan Roth, CVP, Luzern
  • Michael Töngi, Grüne, Kriens

Beitrag des Online-Portals zentralplus.ch: Hier lesen
Kommentar des Kommissionsmitglieds Michael Töngi: Hier lesen

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Judihui, da darf man sich doch schon ein wenig freuen………

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