Suche
Suche Menü

Fragen zur Talstrasse und ein schräger Vorschlag

Das Seetaler Talstrassenprojekt wird diskutiert – endlich, öffentlich und nun auch auf politischer Ebene. Drei Kantonsratsmitglieder aus dem Wahlkreis Hochdorf haben Vorstösse dazu eingereicht. Allerdings ganz unterschiedliche:

  • SP-Kantonsrätin Trudy Lötscher-Knüsel (Hitzkirch) stellt dem Regierungsrat in einer Anfrage neun Fragen. Ganz grundsätzliche wie jene nach den möglichen Varianten für die Linienführung, aber auch kritische: Lötscher fragt etwa, ob es nicht sinnvoller wäre, «mithilfe von Verkehrszählungen und Simulationen das mögliche Entlastungspotenzial einer allfälligen Umfahrung, als das Kosten­-Nutzen­-Verhältnis abzuschätzen, als bereits mit bodenkundlichen und geologischen Untersuchungen zu starten»? Sie kritisiert auch, dass der durch den Kanton mitfinanzierte regionale Entwicklungsträger, die Idee Seetal AG, aktuell einseitig für die Talstrasse lobbyiere.
  • SP-Kantonsrätin Jacqueline Mennel Kaeslin (Hochdorf) will den Regierungsrat mit einem Postulat beauftragen, «Alternativen zur Talstrasse und die Auswirkungen einer Talstrasse» aufzuzeigen. Für eine realistische Beurteilung der Talstrasse und eine Kosten­-Nutzen­-Beurteilung brauche es eine Vergleichsmöglichkeit mit einer Variante auf der aktuellen Strasse (Alternativ­variante).
  • Einen aus Sicht der IG querfeldnein ziemlich schrägen Vorschlag bringt SVP-Kantonsrat Marcel Omlin (Rothenburg) ins Spiel. Mit einem Postulat will er den Regierungsrat beauftragen, einen Tunnel von Hochdorf zum Autobahnanschluss Sempach zu prüfen – «anstatt einer Talvariante», wie es in dem Vorstoss heisst. Kantonsrätin Jacqueline Mennel Kaeslin gibt im «Seetaler Bote» vom 5. Juni die richtige Antwort darauf. Sie halte «gar nichts» von dieser Idee, ein Tunnel trage noch weniger zur Entlastung im Zentrum von Hochdorf bei als eine Talstrasse und sei viel zu teuer. Über die Tunnelidee hat vergangene Woche Tele 1 berichtet.
Die drei Vorstösse im Wortlaut hier herunterladen Artikel im «Seetaler Bote» vom 5. Juni 2014 sowie Leserbrief von Christian Meier-Schuler

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.