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Die Politik von diesem Holzweg abbringen

Der Kanton hat kurzfristig die Idee Seetal AG gebeten, eine Informationsveranstaltung zum Thema Talstrasse zu veranstalten. Der Druck von querfeldNein.ch  scheint zu wirken. Zu hören war gestern Donnerstag Abend (12. Juni) in Hochdorf aber nicht viel Neues. Der Kanton (vif) plant, investiert Millionen, weil ihn das Parlament beauftragte. Die Idee Seetal AG  steht hinter dem Projekt und machte dies am Schluss mit einem tendenziösen Propaganda-Film mehr als deutlich klar.

Fragen von Klaus Helfenstein, dem Vertreter von QuerfeldNein, ob das Projekt auch verkehrstechnisch funktioniere, konnten nicht beantwortet werden. Immerhin bestätigte der Kanton, dass die Studie, die von einem Verlagerungseffekt von 20 % Verkehr spricht, nicht falsch ist. Vielleicht sind es auch 30 %, wurde ergänzt. Von täglich 12`000 Fahrzeugen bei der Wirtlen werden so 2500 bis 3500 Fahrzeuge die Umfahrung nutzen, weniger als es Verkehr auf der Hohenrain-, Urswil- oder Sempacherstrasse in Hochdorf hat. Bedenklich.

Die Anliegen von querfeldNein sind nun breiter  bekannt und das weitere Vorgehen der Planenden auch. In diesem Sinne war die Veranstaltung wichtig. Eine Mitwirkung der Bevölkerung bei der Planung ist nicht vorgesehen. Es bleibt nur der Weg, die Politiker im Kantonsparlament von diesem teuren Holzweg abzubringen. Unterschreibt die Petition!

Martin Kaeslin, Hochdorf

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Kollegen
    Die Veranstaltung gestern Abend lässt erahnen, dass die Talstrasse wenig Sympathisanten hat. Der Auftritt von Klaus Helfenstein überzeugte.
    Mir scheint, dass QuerfeldNein gut daran tun würde, zu zeigen, was unter einer „vernünftigen Verkehrslösung im Seetal“ verstanden werden könnte. Die Befürworter der Talstrasse führen wesentlich die Erhöhung der Lebensqualität in den Dörfern ins Feld. Und diese ist ja wahrlich ein Problem in den drei Dörfern.
    QuerfeldNein unterstreicht in ihrer Argumentation die Schönung der Natur und des Landwirtschaftslandes, bleibt aber eine Antwort auf die Frage schuldig, wie man die Lebensqualität in den Dörfern fördern könnte. Es wurde einzig angetönt, man müsste lokale Lösungen suchen. Doch wie könnten diese aussehen?
    Eventuell würde es sich lohnen, beim VCS anzufragen, wo entsprechende Expertinnen und Experten zu finden wären, die Impulse geben können.
    Ich danke für euren gewaltigen Einsatz und bin überzeugt, dass bei weiterem geschickten und überzeugenden Taktieren die Talstrasse nicht kommen wird.

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  2. Antwort an Markus Diebold

    Lieber Markus
    Die IG querfeldNein.ch wurde wiederholt darauf angesprochen, doch selber Lösungsansätze zur Entlastung der Dörfer zu präsentieren. Da eine sinnvolle Lösung angesichts der komplexen Situation in Eschenbach und Hochdorf offensichtlich nicht einfach auf der Hand liegt, sind wir der Meinung, dass es dazu fundierte Abklärungen und Modellrechnungen von Verkehrsingenieuren und –planern braucht. Darum verzichten wir darauf, konkrete Vorschläge zu benennen, die ebenso wenig realisierbar sind, wie eine neue Strasse quer durch das Kulturland. Wir sind jedoch überzeugt, dass es (kurzfristige) Lösungen gibt, die primär den bestehenden Strassenraum benutzen und punktuelle Verbesserungen zulassen. Dazu gehören beispielsweise eine Verflüssigung des Verkehrs in Eschenbach beim Kloster (Kreisel?), eine Entlastung der Hauptstrasse in Hochdorf durch eine zusätzliche Querung(en) der Bahnlinie, aber auch Massnahmen zur Förderung des ÖV und des Langsamverkehrs (Velo, Fussgänger) um den Binnenverkehr zu reduzieren. Letztlich wird jedoch jede Massnahme, die auf einer Erhöhung der Strassenkapazität beruht, angesichts der rapide steigenden Zahl von Motorfahrzeugen nur kurzfristige Wirkung zeigen können. Eine nachhaltige Reduktion lässt sich nicht ohne Verhaltensänderung (auf Fahrten verzichten bzw. diese mit anderen Fahrzeugen machen (ÖV, Velo), Fahrgemeinschaften bilden, Pendlerstrecken reduzieren …) erreichen.

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