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2230 Unterschriften gegen das Seetaler Talstrassen-Projekt

(Medienmitteilung vom 27. August 2014) Eine Strasse mitten durch die schöne Seetaler Naturlandschaft, durch bestes Landwirtschaftsland und ein Erholungsgebiet? So nicht, finden 2230 Personen. Sie haben die Petition «Nein zum Talstrassenprojekt» unterschrieben, mit denen die Interessengemeinschaft (IG) querfeldNein in den vergangenen drei Monaten Unterschriften gegen das Projekt gesammelt hat, mit denen der Kanton das obere Seetal vom Durchgangsverkehr entlasten will. Von den Unterschriften stammen rund 1500 aus dem Seetal selbst bzw. fast 2000 aus dem Kanton Luzern. Die Petition ist damit ein starkes Zeichen des Widerstands der direkt betroffenen Bevölkerung gegen nicht mehr zeitgemässen Strassenbau. Die geplante Talstrasse würde die Ortszentren von höchstens 20 bis 30 Prozent des Durchgangsverkehrs entlasten, jedoch einen zusätzlichen Wachstumsschub im Wohnungsbau und Verkehr auslösen.

Mit der Petition fordert die IG querfeldNein den Regierungsrat und Kantonsrat auf, die teure Detail-Planung der Talstrasse Seetal zu beenden, das Projekt zurückzustufen oder ganz darauf verzichten. Statt dessen sollen in einem offenen Prozess, gemeinsam mit der Bevölkerung, neue Lösungen gesucht und umgesetzt werden, um den Verkehr im Seetal ohne derart grossen Kulturlandverlust zu bewältigen.

Feldbegehung am 6. September

Die Petition wird Ende August formal der Staatskanzlei eingereicht und soll zusammen mit dem kantonalen Strassenbau-Mehrjahresprogramm behandelt werden, das der Kantonsrat im November behandelt. Symbolisch übergeben wird die Petition anlässlich einer Feldbegehung am Samstag, 6. September. Dazu sind alle Interessierten eingeladen.

Die IG querfeldNein will den Teilnehmenden an diesem Anlass die Auswirkungen auf die Land(wirt)schaft und die Naturräume vor Ort 1:1 aufzeigen. Ebenso werden die übrigen Argumente (Entlastungspotenzial, Kosten, Tourismus usw.) vorgebracht. Das Projekt Talstrasse soll damit vor Ort erfahrbar und spürbar werden. Interessierte treffen sich entweder um 9.30 Uhr am Bahnhof Hochdorf oder um 10 Uhr am Bahnhof Eschenbach. Von diesen beiden Ausgangspunkten führt eine Wanderung entlang der geplanten Strassenführung zur Ägerte bei Ballwil, wo die Übergabe stattfindet und die IG zu einem kleinen Imbiss einlädt. Die Veranstaltung endet am Mittag.

Aus organisatorischen Gründen bittet die IG querfeldNein darum, sich bis am 30. August an info@querfeldnein.ch anzumelden. Kurzfristig Entschlossene sind aber ebenfalls willkommen. Weitere Informationen unter www.querfeldnein.ch

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Man muss im Moment die Millionen für die Planung verhindern. Die Verkehrsüberflutung würde sich einfach ans Ende der Talstrasse verlagern: Riesenstau bei der Einmündung in die Sempacherstrasse in Hochdorf. Absurd! Das wird der Kantonsrat im Sept. 14 sofort kapieren. Und noch etwas: Die Idee Seetal hat versagt.

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